Karriere als Dachdecker

Um Dachdecker werden zu können muss man zunächst einmal eine Ausbildung machen. Diese wird von Meisterbetrieben des Dachdeckerhandwerkes angeboten. Als Grundlage reicht der Hauptschulabschluss. Die Lehre dauert 3 Jahre und ist als duale Ausbildung angelegt. Das bedeutet dass man einen Teil der Zeit im Betrieb verbringt und einen Teil in der Berufsschule. Im ersten Ausbildungsjahr verdient man etwa 600 Euro, im zweiten Jahr etwa 750 Euro und im dritten Jahr 1000 Euro. Wer die Prüfung zum Dachdecker gemacht hat, hat viele weitere Karrierewege offen. So kann man mit etwas Berufspraxis zum Kolonnenführer werden und bald auch andere Auszubildende betreuen. Dazu braucht es aber eine eigene Weiterbildung. Wer etwas höher hinaus will kann sich zum Fachtechniker mit Fachrichtung Bautechnik weiterbilden. Als solcher wird man Teil der Bauleitung, kann Abrechnungen überwachen und wird auch bei Planungen von Bauvorhaben eingesetzt.

Als ausgebildeter Dachdecker kann auch seinen eigenen Betrieb eröffnen. Allerdings ist es besser, zunächst eine Meisterprüfung zu machen. Das dauert zwar nochmal ein paar Jahre, allerdings hat das erhebliche Vorteile. Man ist dann ein zertifizierter Meisterbetrieb und kann auch Dachdecker ausbilden. Ausserdem lernt man in der Meisterschule einiges über Betriebswirtschaft, was absolut notwendig ist, wenn man seine eigene Firma haben will. Mit dem Meister erreicht man auch die Hochschulreife und kann dann noch studieren, zum Beispiel Bauingenieurwesen.

Es ist eine Frage der Persönlichkeit und des Leistungswillens, wie weit man in der Karriere gehen will. Einige geben sich damit zufrieden, die Ausbildung abgeschlossen zu haben und schätzen die eigentliche Arbeit an der frischen Luft. Andere wollen etwas mehr wissen und schließen eine Weiterbildung an.

Auf jeden Fall sollte man auch als Dachdecker versuchen fachspezifische Weiterbildungen zu machen. Solche werden oft von Herstellern von Dachziegeln, aber auch von Fertighausfirmen angeboten. Viele Firmen nutzen solche Gratis-Angebote für ihre Mitarbeiter nur all zu gerne. Und als Dachdecker muss man heute immer auf dem neuesten Stand der Technik sein.